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Ein galaktisches Töffli-Erlebnis

oder in Lichtgeschwindigkeit von 50 zurück in die Teeny-Zeit

Wie war das herrlich; den coolen «Bänklisattel» unter dem Hintern, den frischen Wind in den Haaren, die süssen Mücken im Gaumen – das echte Töffli-Feeling eben!

Wer erinnert sich nicht gerne an fantastische Töffli-Tour-Erlebnisse. Mit Abenteuerlust im Herzen, stolz mit Kumpels dem Süden, der Freiheit entgegen zu flitzen – vom Kopfsteinpflaster der Tremola durchgeschüttelt, die warme Sonne auf den vom Träger-T-Shirt nicht bedeckten, braunen Armen spürend.

Lange, lange ist es her. Der Staub der vergangenen Jahre beginnt die Gedanken an diese wunderbaren Emotionen zu bedecken. Mit 50 wird es Zeit, das Zimmer der frühen Teeny-Erinnerungen wieder einmal kräftig zu lüften.

Das Fenster wurde am 16. Juni 2017 weit aufgestossen. Als «reifer Jugendlicher» wischt man den Staub nicht mehr eilig mit einem feuchten Lappen, man nimmt sich Zeit und bedient sich eines «bequemen» Staubmagnet-Produkts.

Der Swiffer der «reifen Töffli-Jugendlichen» ist ein grandioses Begleitfahrzeug mit Servicemann, der ein Sorglos-Paket garantiert. Man(n) muss ja nicht mehr alles auf die harte Tour erleben. Dauerte die Fahrt auf dem frisierten 2-Tackter von Luzern nach Locarno in den frühen 90er Jahren knapp einen Tag, geniesst man ca. 35 Jahre später die Strecke doppelt so lange und erst ab Erstfeld. Trotz oder gerade wegen des angepassten Settings, die Emotionen sind unglaublich.

Die erste Etappe – Metamorphose vom reifen Herrn zum Töfflibueb

Töffli-Erlebnis Aufstieg Gotthard-Pass

Nach ersten, grossartigen 25 km am Schluss durch die gewaltige Schöllenen gab’s den ersten Pit Stop bei der

Teufelsbrücke. Das Herz jauchzte bereits ob den herrlichen Gefühlen des bereits erlebten.

Nach einer Stärkung im wunderbaren Restaurant Teufelsbrücke genoss der Allerwerteste vor dem Gotthardpass erstmals eine leichte Vibrationsmassage. Mehr Schwingungen erlebte dann der ganze Körper auf dem Kopfsteinpflaster der Tremola. Das Gewebe wurde gelockert, der Blutfluss angeregt, die Emotionen loderten. Die Metamorphose vom reiferen Herrn zum draufgängerischen Jüngling war nun definitiv abgeschlossen. Wildentschlossen stürzten wir Töfflibueben die alte Passstrasse hinunter. Die Serpentinen verlangten den Waghalsigen alles ab, bis sich dann kurz vor Airolo der herrliche Blick in die Leventina öffnete.

Von dort waren es dann noch ca. 20 km bis zum ersten Etappenziel, Dalpe.

Töffli-Erlebnis Tremola

Die zweite Etappe – die Sonne strahlt wie die Gesichter von uns Töfflibueben

Am nächsten Morgen erinnerte sich der verwöhnte Gaumen immer noch an das herrliche Abendessen, Rindsbraten im Merlot geschmort mit Risotto.

Töffli-Erlebnis Brücke GiornicoDie Sonne strahlte beim Losfahren wie die Gesichter von uns Töfflibueben. Ein emotionales Hochgefühl jagte das andere. Zum Beispiel beim Überqueren der wunderschönen, steinernen Brücke bei Giornico fühlte man sich zurückversetzt in die Zeit seiner ersten Töfflitour.

Das Ziel, Mittagessen, 12:30, Bellinzona, wurde um Längen verpasst. Nicht, weil am zweiten Tag die Dynamik der Fahrer abgenommen hätte. Die Fahrweise war noch engagierter als am Vortag. Jedoch wurden wir Bueben von den zahlreichen, wunderschönen Grotti angezogen, wie in der griechischen Mythologie die vorbeifahrenden Schiffer vom betörenden Gesang der Sirenen.

Auf den letzten Kilometern entlang des Ticino, Locarno entgegen, kam leichter Wehmut auf. Ein Hüpfer in den kühlen Lago Maggiore, ein erfrischenden Drink auf der herrlichen Terrasse des Giardino Lago und schon waren wir in Locarno.

Wunderschöne Bilder und Emotionen bleiben für immer in Erinnerung: herrliche Landschaften, lachende Gesichter, übermütiges Grinsen, strahlende Teenyaugen, eine wunderschöne Leichtigkeit des Seins.

Zum Schluss: Herzlichen Dank an meine lieben Freunde. Ihr habt mir Zeit und gewaltige Emotionen geschenkt. Es war ein galaktisches Erlebnis!!!

 

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