Es ist wieder soweit, der Frühling naht. Nach den kalten, grauen Wintermonaten wird es endlich Zeit, wieder etwas Farbe in Dein Leben zu bringen. Sowohl in der Wohnung als auch außerhalb werden die letzten Reste des Winters endgültig verbannt. Neben dem Frühjahrsputz drinnen benötigt deshalb Dein Garten ebenfalls ein Make-over. Damit sonnigen Stunden im Grünen nichts mehr im Weg steht, erfährst Du hier, worauf es zu achten gilt.

Pflege und Reinigung der Gartenmöbel

So individuell wie das Material der Gartenmöbel, so individuell ist auch deren Pflege. Ein niederschlagsreicher Winter mit Temperaturen unter dem Nullpunkt kann einige unschöne Spuren an dem Außenmobiliar hinterlassen.

Am einfachsten stellt sich die Reinigung und Pflege von Gartenmöbeln aus Kunststoff dar. Ausgerüstet mit einem Spezialreiniger für Kunststoffmöbel sowie einem Eimer Wasser kannst Du dem Schmutz entgegentreten. Das Einreiben mit etwas Olivenöl oder Autopolitur lässt Tische und Stühle wieder strahlen. Abstand halten solltest Du von Scheuermitteln, die dem Kunststoff deutlich sichtbare Kratzer zufügen.

Holzmöbel bekommt man mittels einer Wurzelbürste und etwas Wasser wieder sauber. Die Bürste verwendest Du am besten in Richtung der Maserung, um Absplitterungen zu verhindern. Sollte der Anstrich bereits abgesplittert sein, so streiche die Möbel neu an. Bei lasierten Möbeln schaffst Du Dir durch Abschleifen und erneuter Lasierung Abhilfe. Erneutes Einölen von geölten Flächen wirkt ebenfalls Wunder.

Der Bildung einer gräulichen Patina bei unbehandeltem Holz kannst Du durch regelmäßiges Bearbeiten mit speziell dafür vorgesehenen Ölen vorbeugen. Ist das Holz bereits vergraut, so bepinselst Du es im nächsten Schritt mit Spezialreiniger. Nach dem Einwirken schrubbst Du es einfach mit einer Wurzel- oder Scheuerbürste und reichlich Wasser ab, lässt es 2 Tage trocknen und ölst es ein.

Die wohl witterungsbeständigste Möglichkeit sind Metallmöbel. Durch Schäden kann sich hier allerdings Rost bilden. Diesen gilt es abzuschleifen und die Stelle neu zu lackieren.

Je nach Wohnort und dessen typischen Wetterlagen solltest Du dir die Wahl der richtigen Outdoormöbel schon beim Kauf gut überlegen. Damit ersparst Du dir in Zukunft viel Ärger und kannst deinen Garten umso mehr genießen.

 

Die nötigen Gartenarbeiten

Nun, da die Gartenmöbel wieder in neuem Glanz erstrahlen, will auch der Garten selbst auf Vordermann gebracht werden.

 

Rosen zuschneidenZuschneiden & Aufräumen

Als erstes muss dafür gesorgt werden, dass jeder Baum und jede Pflanze die Möglichkeit bekommt, weiter zu wachsen und erneut aufzublühen. Das bedeutet: Unkraut jäten und abgestorbene Äste abschneiden und kompostieren! Schenke hierbei dem Entfernen sogenannter Fruchtmumien besondere Aufmerksamkeit. Das sind Rückstände von Früchten, die Schadpilze wie die Fruchtfäule oder das Zweigsterben (sog. Monilia) auf den gesamten Baum übertragen können. Gleichzeitig sind gesunde Äste an Sträuchern, Stauden und Obstbäumen zurückzuschneiden, die Beeren-, Stein- und Kernobst tragen.

 

Umgraben: Ja oder Nein?

Es gibt kaum ein Thema unter GartenliebhaberInnen, das zu so viel Diskussion anregt, wie das Umgraben. Die einen halten es für das A und O eines blühenden, gesunden Gartens. Die anderen warnen vor dem Massensterben der Mikroorganismen und aufkeimendem Unkraut.

Das Problem: Es gibt keine einheitliche Lösung. Grundsätzlich solltest Du speziell bei Neubepflanzung aber unbedingt umgraben, um den Boden aufzulockern. Danach braucht dieser etwas Ruhe, damit sich die Mikroorganismen bilden können, bevor gesät wird.

Bei schwerem, lehmhaltigem Boden ist bereits im Herbst dafür zu sorgen, dass umgegraben wird, damit sich die Struktur im Winter nicht zu sehr verfestigt. Außerdem kannst Du durch Zugabe von Sand dafür sorgen, dass ein lehmiger Boden auf natürliche Weise aufgelockert wird.

 

TulpenPflanzenwahl

Mit Abklingen des letzten Frosts beginnt die Qual der Pflanzenwahl. Ein echter Dauerbrenner ist dabei die Schlüsselblume oder auch Primel. Diese ist vor allem für Gartenneulinge perfekt, da sie bereits ab Februar blüht, nur während ihrer Blütezeit viel Wasser benötigt und nicht zurückgeschnitten werden muss.

Abgesehen davon gibt es eine große Auswahl für ein buntes Blumenbeet, von Lilien und Gladiolen über Narzissen und Begonien bis hin zu Lungenkraut und Sonnenaugen. Als Extratipp: Pflanzen in unterschiedlichen Höhen machen das Beet zum absoluten Hingucker!

Im Freiland erweisen sich Ringelblume, Jungfer im Grünen und Kornblume als äußerst robust, während Sonnenblume und Kapuzinerkresse mehr Pflege benötigen und im besten Fall erst auf der Fensterbank vorgezogen werden.

 

Dünger

Sehr beliebt und organisch ist die Verwendung von Holzspänen und Holzmehl. Dieses sorgt für besonders viel Stickstoff. Jedoch benötigt ein gesunder Boden darüber hinaus Phosphor, Kalium und diverse Spurenelemente, die Du speziell in Gesteinsmehl findest.

Der natürlichste und beste Allround-Dünger ist weiterhin Kompost. Durch richtiges Auf- und Umsetzen wird er des Gartens bester Freund. Zu empfehlen sind circa 2-3 Liter pro Quadratmeter.

 

GartenarbeitHygiene

Um Dich langfristig an Deinem Garten erfreuen zu können, solltest Du dafür sorgen, dass er gesund und sauber bleibt. Gegen Moos und Unkraut hilft Aufrauen und anschließendes Einarbeiten von Gesteinsmehlen. Kalken ist nur dann empfehlenswert, wenn du Dir durch Testen des pH-Wertes sicher bist, dass der Boden wirklich zu sauer ist.

Des Weiteren solltest du Deinen Pflanzen viel Aufmerksamkeit schenken und braune Stellen und trockene Blätter rechtzeitig erkennen und entfernen.

 

Fazit: Arbeit, die sich auszahlt

Bevor ein Garten in vollem Glanz erstrahlen kann, sind einige Vorkehrungen zu treffen und manch ein Handgriff zu tätigen. Beginnend bei der Wahl der Möbel und deren Material, bietet auch der Garten selbst unzählige Möglichkeiten zur Personalisierung. Wenn Du eine Hand voll Hygiene- und Pflegehinweise beachtest, kann sich das Endergebnis sehen lassen und bringt Dir mit Sicherheit viel Freude und Entspannung.

 

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